KingPo KP-HF50 Neutralelektroden-Kontaktimpedanzmessgerät, Ansicht von rechts vorne
Vorderansicht des KingPo KP-HF50 NE Kontaktimpedanzmessgeräts für Labortests nach IEC 60601-2-2
KingPo KP-HF50 Neutralelektroden-Kontaktimpedanzmessgerät, Ansicht von vorne links in einer Laborumgebung
KingPo KP-HF50 Neutralelektroden-Kontaktimpedanzmessgerät, Ansicht von links vorne
KingPo KP-HF50 Neutralelektroden-Kontaktimpedanzmessgerät, Ansicht von rechts vorne
Vorderansicht des KingPo KP-HF50 NE Kontaktimpedanzmessgeräts für Labortests nach IEC 60601-2-2
KingPo KP-HF50 Neutralelektroden-Kontaktimpedanzmessgerät, Ansicht von vorne links in einer Laborumgebung
KingPo KP-HF50 Neutralelektroden-Kontaktimpedanzmessgerät, Ansicht von links vorne

IEC 60601-2-2 Kontaktimpedanzmessgerät für Neutralleiter

Das KINGPO KP-HF50 Neutralelektroden-Kontaktimpedanzmessgerät dient zur Bestimmung der elektrischen Kontaktimpedanz von Neutralelektroden, die in chirurgischen Hochfrequenzgeräten verwendet werden. Es unterstützt die Kontaktimpedanz-Prüfmethode gemäß IEC 60601-2-2:2017 Abschnitt 201.15.101.6 und GB 9706.202-2021, einschließlich Messungen bei 200 kHz, 500 kHz, 1 MHz, 2 MHz und 5 MHz.

Das System erzeugt ein kontrolliertes, hochfrequentes Sinus-Testsignal, liefert einen Teststrom von über 200 mA RMS und ermöglicht Laboren die Bestimmung der Kontaktimpedanz leitfähiger Neutralleiter bzw. der Kontaktkapazität kapazitiver Neutralleiter. Die Bedienung erfolgt standardmäßig über einen Touchscreen; optionale PC-Software automatisiert Frequenzumschaltung, Datenerfassung, Berechnung und Berichtserstellung.

  • Modell: KP-HF50
  • Testobjekt: Neutrale Elektroden für Hochfrequenz-Chirurgiegeräte
  • Hauptprüfungsgegenstand: Kontaktimpedanz / Kontaktkapazität der neutralen Elektrode
  • Anwendbare Prüfmethode: IEC 60601-2-2:2017 Abschnitt 201.15.101.6 / GB 9706.202-2021
  • Standardtestfrequenzen: 200 kHz, 500 kHz, 1 MHz, 2 MHz und 5 MHz
  • Maximaler Prüfstrom: >200 mA RMS
  • Maximale Ausgangsspannung: 12 Vrms (ungefähr 36 Vpp)
  • Steuern: Farb-Touchscreen; optionale PC-Steuerung und automatisierte Tests
  • Typische Benutzer: Hersteller von Neutralelektroden, Labore für medizinische Geräte, Zertifizierungslabore und Forschungs- und Entwicklungsteams für elektrochirurgisches Zubehör

Produktübersicht

IEC 60601-2-2 NE Kontaktimpedanzmessgerät

Eine neutrale Elektrode dient als Rückleitung für den hochfrequenten chirurgischen Strom. Neben den Eigenschaften der Elektrodenapplikationsfläche kann auch die elektrische Verbindung zwischen der leitfähigen Elektrodenfläche und dem zugehörigen Kabel die effektive Impedanz der Rückleitung beeinflussen.

Eine zu hohe elektrische Kontaktimpedanz kann die Widerstandserwärmung erhöhen, wenn hochfrequenter chirurgischer Strom durch die Verbindung fließt. Daher prüft das geeignete Prüfverfahren für die neutrale Elektrode, ob die elektrische Verbindung im gesamten spezifizierten Hochfrequenzbereich eine ausreichend niedrige Impedanz aufweist.

Das KP-HF50 stellt die für diese Auswertung erforderliche Hochfrequenzsignalquelle und Messschnittstelle bereit. Anstatt als universelles Analysegerät für elektrochirurgische Geräte zu fungieren, ist es speziell für die Impedanzmessung von Neutralelektrodenkontakten konzipiert.

Bei leitfähigen neutralen Elektroden werden die gemessene Effektivspannung und der Effektivstrom zur Berechnung der Kontaktimpedanz verwendet. Bei kapazitiven neutralen Elektroden können dieselben Hochfrequenzmessdaten zur Berechnung der Kontaktkapazität herangezogen werden.

Durch diese fokussierte Testarchitektur eignet sich das KP-HF50 für die Produktentwicklung, Typprüfung, Qualitätsprüfung und Laborbewertung von neutralen Elektroden.

Vorderansicht des KingPo KP-HF50 NE Kontaktimpedanzmessgeräts für Labortests nach IEC 60601-2-2

Technische Spezifikationen

Artikel Normen
Modell KP-HF50
Geltenden Norm GB 9706.202-2021 / IEC 60601-2-2:2017
Testgegenstand Kontaktimpedanz der neutralen Elektrode
Signalwellenform Sinus
Standardtestfrequenzen 200 kHz, 500 kHz, 1 MHz, 2 MHz, 5 MHz
Frequenzgenauigkeit ≤ ± 0.1%
Maximale Ausgangsspannung 12 Vrms (ca. 36 Vpp), ≥50 Ω Last
Maximale Strom >200 mA RMS, ≤50 Ω Last
Aktuelle Messgenauigkeit <± 5%
Aktueller Messfrequenzbereich 50 kHz bis 5 MHz
Ausgangs-Schnittstelle BNC
Control Mode Touchscreen-Steuerung / PC-Steuerung
PC-Testsoftware Optional
Labor-Stromversorgungen Wechselstrom 100–220 V ±10 %, 50/60 Hz
Abmessungen 320 × 260 × 150 mm
Gewicht Ca. 2 kg
Hinweis zum Frequenzbereich: Die beigefügte technische Spezifikation listet einen programmierbaren Sinuswellen-Ausgangsbereich bis zu 5 MHz auf. Für die Prüfung der Neutralelektroden-Kontaktimpedanz nach IEC 60601-2-2 sind die Hauptmesspunkte 200 kHz, 500 kHz, 1 MHz, 2 MHz und 5 MHz.

Was der KP-HF50 bewertet

Das KP-HF50 dient zur Bewertung der elektrischen Verbindung zwischen der leitfähigen Oberfläche der Neutralelektrode und dem Neutralelektrodenkabelanschluss in der Nähe der Elektrode.

Es können zwei Arten von neutralem Elektrodenverhalten beurteilt werden.

Leitfähige neutrale Elektroden

Bei einer leitfähigen neutralen Elektrode misst das System die effektive Hochfrequenz-Prüfspannung und den Prüfstrom und ermittelt die elektrische Kontaktimpedanz:

Zc = U.Test / IchTest

Kennzahlen:

  • Zc = Kontaktimpedanz, Ω
  • UTest = Effektivwert der Hochfrequenz-Prüfspannung, V
  • ITest = Effektivwert des Hochfrequenz-Prüfstroms, A

Bei dem in der mitgelieferten technischen Dokumentation genannten Prüfverfahren wird die Kontaktimpedanz einer leitfähigen neutralen Elektrode im relevanten Hochfrequenzbereich mit einem Grenzwert von 50 Ω verglichen.

Kapazitive Neutralelektroden

Bei einer kapazitiven neutralen Elektrode ermittelt der Test die effektive Kapazität der elektrischen Verbindung.

Die Kontaktkapazität kann wie folgt berechnet werden:

Cc [nF] = (ITest × 10⁶) / (2π × fTest × UTest)

Kennzahlen:

  • Cc = Kontaktkapazität, nF
  • ITest = Effektivwert des Hochfrequenz-Prüfstroms, A
  • fTest = Hochfrequenz-Testfrequenz, kHz
  • UTest = Effektivwert der Hochfrequenz-Prüfspannung, V

Bei der genannten Prüfmethode werden kapazitive neutrale Elektroden anhand einer minimalen Kontaktkapazität von 4 nF bewertet.

Diese Unterscheidung ist wichtig, da leitfähige und kapazitive neutrale Elektroden nicht allein anhand desselben elektrischen Parameters beurteilt werden können.

IEC 60601-2-2 Kontaktimpedanz-Prüfverfahren

Die Kontaktimpedanzmessung wird mit Hilfe der neutralen Elektrode, einer leitfähigen Metallplatte, der Hochfrequenzsignalquelle KP-HF50 und geeigneter Effektivwertmessgeräte durchgeführt.

Ein typisches Laborverfahren folgt dieser Abfolge:

  1. Platzieren Sie die gesamte Applikationsfläche der neutralen Elektrode fest auf einer leitfähigen Metallplatte.
  2. Verbinden Sie den Messkreis zwischen der Metallplatte und dem Leiter des Neutralleiterkabels.
  3. Legen Sie einen annähernd sinusförmigen Hochfrequenz-Prüfstrom über den Elektrodenanschluss an.
  4. Überwachen Sie die Effektivwert-Prüfspannung und den Effektivwert-Prüfstrom.
  5. Erfassen Sie Spannung und Stromstärke bei den erforderlichen Testfrequenzen.
  6. Berechnen Sie die Kontaktimpedanz für leitfähige Elektroden.
  7. Berechnen Sie die Kontaktkapazität, wobei das Prüfobjekt eine kapazitive neutrale Elektrode ist.
  8. Vergleichen Sie das berechnete Ergebnis mit den Akzeptanzkriterien der geltenden Norm und des Prüfplans.

Die mitgelieferte Testdokumentation nennt folgende Hauptmessfrequenzen:

  • 200 kHz
  • 500 kHz
  • 1 MHz
  • 2 MHz
  • 5 MHz

Das genannte Verfahren sieht außerdem die Untersuchung mehrerer Proben mit neutralen Elektroden vor, anstatt sich auf das Ergebnis einer einzelnen Probe zu stützen. Die genaue Probenmenge, die Probenvorbereitung und die Akzeptanzkriterien sollten stets mit der geltenden Normenausgabe und dem entsprechenden Laborprüfverfahren abgeglichen werden.

Spannungs- und Stromverläufe bei der Prüfung der neutralen Elektrodenkontaktimpedanz des KP-HF50 bei 500 kHz
Spannungs- und Stromverläufe bei der Prüfung der neutralen Elektrodenkontaktimpedanz des KP-HF50 bei 5 MHz

Warum Hochfrequenzmessungen wichtig sind

Neutrale Elektroden arbeiten in einer hochfrequenten elektrochirurgischen Umgebung. Eine Widerstandsmessung, die ausschließlich mit Gleichstrom oder einem herkömmlichen Niederfrequenz-Ohmmeter durchgeführt wird, bildet die elektrischen Bedingungen, die bei der Hochfrequenz-Kontaktimpedanzmessung berücksichtigt werden, nicht ab.

Das KP-HF50 erzeugt daher ein kontrolliertes Sinuswellen-Testsignal an den erforderlichen Hochfrequenz-Messpunkten und liefert ausreichend Strom für den Neutralelektroden-Testkreis.

Eine auf DDS basierende Signalgenerierungsarchitektur wird verwendet, um einen programmierbaren hochfrequenten Sinuswellenausgang bereitzustellen, während das integrierte Steuerungssystem es ermöglicht, Frequenz und Ausgangsbedingungen über den Touchscreen einzustellen.

Für Labore bietet dies einen besser reproduzierbaren Arbeitsablauf als die Zusammenstellung eines Tests mit einem universellen Niedrigleistungssignalgenerator, der möglicherweise nicht in der Lage ist, den erforderlichen HF-Strom in die Testlast einzuspeisen.

Touchscreen-Betrieb

Über den farbigen Touchscreen an der Vorderseite kann der Bediener die wichtigsten Betriebsparameter direkt am Gerät einstellen und überprüfen.

Die Schnittstelle ist für den Einsatz in Laboren vorgesehen, wo Ingenieure zwischen mehreren Hochfrequenz-Testpunkten wechseln müssen, ohne die separate Signalerzeugungsausrüstung wiederholt neu konfigurieren zu müssen.

Je nach gewähltem Testverfahren kann der Bediener über den Touchscreen die Signalausgabe konfigurieren, den Gerätestatus beobachten und die erforderliche Testsequenz durchführen.

Für Labore, die einen höheren Testdurchsatz oder eine standardisiertere Berichterstattung benötigen, kann das KP-HF50 auch mit einer PC-basierten Testsoftware konfiguriert werden.

Optionale automatisierte Testsoftware

Die optionale PC-Software erweitert das KP-HF50 von einer manuell gesteuerten HF-Quelle zu einem stärker automatisierten Neutralelektroden-Testsystem.

Automatische Frequenzumschaltung

Die Software kann den KP-HF50-Ausgang steuern und während der Messsequenz automatisch zwischen den erforderlichen Testfrequenzen umschalten.

Dies ist besonders nützlich, wenn man dieselbe neutrale Elektrode bei 200 kHz, 500 kHz, 1 MHz, 2 MHz und 5 MHz testet.

Adaptive Ausgangsanpassung

Das System kann die Ausgangsspannung entsprechend dem gemessenen Strom anpassen, sodass die erforderlichen Testbedingungen effizienter hergestellt werden können.

Oszilloskop-Datenerfassung

Bei Verwendung einer kompatiblen Messanordnung kann die Software Effektivwert-Spannungs- und Effektivwertstromdaten vom Oszilloskop erfassen, anstatt dass der Techniker jeden Messwert manuell aufzeichnen muss.

Automatische Impedanz- und Kapazitätsberechnung

Gemessene Spannungs- und Stromdaten können automatisch zur Berechnung folgender Werte verwendet werden:

  • Kontaktimpedanz der neutralen Elektrode
  • Kontaktkapazität der neutralen Elektrode

Dies reduziert den manuellen Rechenaufwand und trägt dazu bei, Übertragungsfehler bei der Mehrfrequenzprüfung zu minimieren.

Testberichterstellung

Nach Abschluss der Messsequenz kann die Software auf Basis der erfassten Ergebnisse einen Testbericht generieren.

Bei Laboren, die interne Vorlagen oder geregelte Meldeverfahren verwenden, sollten das erforderliche Berichtsformat und die Datenfelder vor der Angebotserstellung bestätigt werden.

Typische Labortestkonfiguration

Eine vollständige Impedanzmessung des neutralen Elektrodenkontakts erfordert normalerweise mehr als nur den Signalgenerator.

Ein typischer Testaufbau könnte Folgendes umfassen:

  • KP-HF50 Kontaktimpedanzmessgerät für neutrale Elektroden
  • Neutrale Elektrode im Test
  • Leitfähige Metallprüfplatte
  • Geeignete Anschlussdose oder Kabel für den Neutralleiteranschluss
  • True-RMS-Spannungs-/Strommessanordnung
  • Oszilloskop, falls dies durch die gewählte Messkonfiguration erforderlich ist
  • PC und automatisierte Testsoftware, falls ausgewählt

Die genaue Konfiguration hängt vom Typ der neutralen Elektrode, den Laborinstrumenten und dem erforderlichen Automatisierungsgrad ab.

Kunden sollten daher bestätigen, ob das Angebot nur für das Messgerät KP-HF50 oder für einen kompletten Testaufbau inklusive Messzubehör und Software benötigt wird.

Typische Anwendungen

Produktentwicklung für neutrale Elektroden

Hersteller von Neutralelektroden können den KP-HF50 während der Forschung und Entwicklung nutzen, um zu bewerten, wie sich die Elektrodenkonstruktion, leitfähige Schichten, Kabelanschlüsse und Anschlussdesign auf die Hochfrequenz-Kontaktimpedanz auswirken.

Typprüfung und Designverifizierung

Medizinproduktelabore können das System im Rahmen eines IEC 60601-2-2 / GB 9706.202 Testprogramms verwenden, um die elektrische Leistungsfähigkeit von Neutralelektroden zu überprüfen.

Qualitäts- und Konstruktionsprüfung

Hersteller können den Test bei der technischen Validierung, der Bewertung von Konstruktionsänderungen oder bei vergleichenden Tests verschiedener Konstruktionen neutraler Elektroden verwenden.

Es sollte nicht automatisch als routinemäßiger Test in der Produktionslinie interpretiert werden, es sei denn, der Qualitätsplan des Herstellers sieht dieselbe Methode vor.

Drittparteien- und Zertifizierungslabore

Labore, die chirurgisches Zubehör für Hochfrequenztechnik testen, können das KP-HF50 mit den erforderlichen externen Messgeräten und optionaler Software konfigurieren, um eine wiederholbare Prüfstation für die Impedanzmessung des neutralen Elektrodenkontakts einzurichten.

Leitfähige vs. kapazitive Neutralelektrodenprüfung

Vor der Auswahl der endgültigen Testkonfiguration sollte das Labor feststellen, ob die zu testende neutrale Elektrode primär als leitende oder kapazitive Verbindung fungiert.

Neutraler Elektrodentyp Hauptauswertungsparameter Lösung
Leitfähige neutrale Elektrode Effektivspannung und -strom Kontaktimpedanz Z
Kapazitive Neutralelektrode Effektivspannung, Effektivstrom und Frequenz Kontaktkapazität C

Diese Unterscheidung betrifft sowohl die Berechnungsmethode als auch das Akzeptanzkriterium.

Wenn der Aufbau der Elektrode oder das elektrische Verhalten nicht klar sind, sollten die DUT-Spezifikation und die entsprechende Normklausel vor der Prüfung überprüft werden.

Kontaktimpedanzmessung vs. Temperaturanstiegsprüfung der neutralen Elektrode

Bei der Kontaktimpedanzprüfung und der Temperaturanstiegsprüfung geht es zwar um die Sicherheit der neutralen Elektrode, aber sie bewerten unterschiedliche Eigenschaften und erfordern unterschiedliche Prüfgeräte.

Das KP-HF50 beurteilt die elektrische Verbindung der neutralen Elektrode durch Messung von Hochfrequenzspannung und -strom und Berechnung der Impedanz oder Kapazität.

Ein Temperaturanstiegsmessgerät für neutrale Elektroden bewertet hingegen das thermische Verhalten im Anwendungsbereich der Elektrode, während die Elektrode der entsprechenden HF-Strombedingung ausgesetzt ist.

Diese Tests ergänzen sich, sind aber nicht austauschbar.

Labore, die eine umfassendere Bewertung der neutralen Elektrode gemäß IEC 60601-2-2 durchführen, benötigen daher möglicherweise sowohl ein Gerät zur Messung der Kontaktimpedanz der neutralen Elektrode als auch ein System zur Messung des Temperaturanstiegs der neutralen Elektrode.

Konfigurationshinweise

Vor der Bestellung sollte das Labor die beabsichtigte Testkonfiguration festlegen und das Instrument nicht nur anhand des Frequenzbereichs auswählen.

Folgende Punkte können die erforderliche Konfiguration beeinflussen:

  • Anwendbare Norm und Ausgabe
  • Anwendbare Klausel
  • Leitfähige oder kapazitive neutrale Elektrode
  • Anordnung des Neutralleiterkabels und des Steckers
  • Erforderliche Prüffrequenzen
  • Aktueller Test erforderlich
  • Vorhandenes Oszilloskop oder RMS-Messgerät
  • Schnittstellenanforderungen zwischen dem KP-HF50 und Laborinstrumenten
  • Notwendigkeit der automatischen Frequenzumschaltung
  • Bedarf an automatischer Impedanz-/Kapazitätsberechnung
  • Erforderliches Format des Testberichts
  • Kalibrierungsanforderungen
  • Erforderliche Prüfplatte, Vorrichtungen und Anschlusszubehör

Durch die Bereitstellung dieser Informationen vor der Angebotserstellung kann KINGPO prüfen, ob das vorgeschlagene Instrument, die Software und das Messzubehör für das geplante Laborverfahren geeignet sind.

Compliance und regulatorische Gewährleistung

  • Das KP-HF50 ist für die Prüfung der Kontaktimpedanz von Neutralleitern gemäß IEC 60601-2-2:2017 Abschnitt 201.15.101.6 und GB 9706.202-2021 konzipiert. Es unterstützt die erforderlichen Hochfrequenz-Messpunkte, die Messung von Effektivspannung und -strom sowie die Berechnung der Kontaktimpedanz bzw. -kapazität für leitfähige und kapazitive Neutralleiter.
  • Die Konformität des Prüflings hängt von der anwendbaren Normenausgabe, dem Testaufbau, der Probenvorbereitung und den Abnahmekriterien ab. Bei Projekten im Bereich der Zulassung oder Zertifizierung bestätigen Sie bitte die Normenausgabe und die anwendbare Klausel vor Angebotserstellung. Kalibrieranforderungen, einschließlich erforderlicher Parameter, Kalibrierpunkte und Zertifikatstyp, sollten ebenfalls im Voraus spezifiziert werden.

PDF
Technisches Datenblatt KP-HF50
Technische Spezifikationen, Messprinzip und System
Konfiguration für die Impedanzmessung des Neutralelektrodenkontakts.
IEC 60601-2-2 · 200 kHz–5 MHz · Mehr als 200 mA RMS
Datenblatt herunterladen

Technische Anfragen & Expertenunterstützung

Um die korrekte Konfiguration des KP-HF50 zu bestätigen, geben Sie bitte Folgendes an:

  • Anwendbare Norm, Ausgabe und Klausel
  • Neutraler Elektrodentyp: leitfähig oder kapazitiv
  • Elektrodenkabel- und Steckerkonfiguration
  • Erforderliche Prüffrequenzen
  • Vorhandenes Oszilloskop oder RMS-Messgerät
  • Anforderung an manuelle oder automatisierte Tests
  • Erforderliche Prüfplatte, Vorrichtungen oder Zubehör
  • Kalibrierungs- und Dokumentationsanforderungen

KINGPO kann vor der Angebotserstellung die benötigte Instrumentenkonfiguration, das Messzubehör und die Softwareschnittstelle prüfen.

IEC 60601-2-2 NE Kontaktimpedanzmessgerät

Häufig gestellte Fragen zum NE-Kontaktimpedanzmessgerät

Warum wird die Kontaktimpedanz der neutralen Elektrode bei mehreren Frequenzen gemessen?
Das Verhalten einer neutralen Elektrode kann sich mit der Frequenz ändern, insbesondere wenn die Elektrode oder Verbindung einen kapazitiven Anteil aufweist. Das beschriebene Prüfverfahren erfordert daher Messungen bei folgenden Frequenzen: 200 kHz, 500 kHz, 1 MHz, 2 MHz und 5 MHz. Bei jeder Frequenz werden die Effektivwerte von Spannung und Stromstärke erfasst und die entsprechende Impedanz berechnet. Eine Prüfung nur bei einer Frequenz kann das elektrische Verhalten nicht über den gesamten spezifizierten HF-Bereich abbilden.
Wie wird die Kontaktimpedanz einer leitfähigen neutralen Elektrode berechnet?
Die Kontaktimpedanz wird aus der gemessenen Effektivspannung und dem Effektivstrom im Hochfrequenzbereich berechnet: Zc = Utest / Itest wobei: Utest = Effektivspannung im Test, V Itest = Effektivstrom im Test, A Zc = Kontaktimpedanz, Ω Gemäß der mitgelieferten Testdokumentation wird die leitfähige neutrale Elektrode auf einen Grenzwert der Kontaktimpedanz von 50 Ω geprüft.
Wie wird eine kapazitive Neutralelektrode bewertet?
Bei einer kapazitiven neutralen Elektrode werden die gemessene Spannung und der Strom zusammen mit der Prüffrequenz zur Berechnung der Kontaktkapazität verwendet: Cc [nF] = (I<sub>Test</sub> × 10⁶) / (2π × f<sub>Test</sub> × U<sub>Test</sub>). Das bereitgestellte Prüfverfahren gibt eine minimale Kontaktkapazität von 4 nF vor. Daher sollte eine kapazitive neutrale Elektrode nicht allein anhand des bei Gleichstrom gemessenen Widerstands oder der Impedanz bewertet werden.
Was bedeutet „>200 mA RMS bei ≤50 Ω Last“ in der Praxis?
Das KP-HF50 liefert bei einer angeschlossenen Last von 50 Ω oder weniger einen Hochfrequenz-Prüfstrom von über 200 mA RMS. Diese Ausgangsleistung ist wichtig, da die Kontaktimpedanzmessung nicht nur eine einfache Messung eines schwachen Signals ist. Die Prüfschaltung muss den erforderlichen Hochfrequenzstrom bereitstellen, während gleichzeitig Spannung und Strom unter Last gemessen werden.
Warum wird die neutrale Elektrode während der Prüfung auf einer Metallplatte platziert?
Die Metallplatte bildet eine definierte leitfähige Schnittstelle über die gesamte Auflagefläche der Neutralelektrode. Während des Tests wird die Elektrode fest an die Platte angelegt und der Hochfrequenzstrom zwischen Metallplatte und dem Leiter des Neutralelektrodenkabels angelegt. Diese Anordnung gewährleistet einen reproduzierbaren elektrischen Pfad zur Messung des Spannungsabfalls und zur Berechnung der Kontaktimpedanz.
Wo soll die Spannungsmessung durchgeführt werden?
Gemäß der beigefügten Prüfprozedur wird die Prüfspannung zwischen der Metallplatte und dem Leiter des Neutralleiterkabels gemessen. Die Verbindung erfolgt dabei innerhalb von 5 cm Entfernung von der leitfähigen Elektrodenoberfläche. Die Position ist wichtig, da die Prüfung die elektrische Verbindung zwischen der Elektrodenoberfläche und dem zugehörigen Kabel bewerten soll und nicht den unabhängigen Kabelwiderstand in größerer Entfernung von der Elektrode.
Welche Messleistung wird von den externen Spannungsmessgeräten gefordert?
Das beschriebene Verfahren sieht eine Wechselspannungsmessung mit einem Effektivwert (True-RMS) und einer Genauigkeit von besser als 5 % im Frequenzbereich von 200 kHz bis 5 MHz vor. Dies ist wichtig, da herkömmliche Multimeter in diesem Hochfrequenzbereich in der Regel nicht für zuverlässige Effektivwertmessungen ausgelegt sind. Die gesamte Messkette sollte daher vor der Prüfung auf geeignete Bandbreite und Effektivwertgenauigkeit überprüft werden.
Warum werden mehrere Proben mit neutralen Elektroden getestet?
Das beschriebene Verfahren sieht die Prüfung von mindestens zehn neutralen Elektrodenproben vor. Dadurch wird das Risiko verringert, die Elektrodenkonstruktion anhand einer einzelnen, vorteilhaften Probe zu beurteilen, und eine repräsentativere Bewertung der elektrischen Verbindungsleistung über alle Serienmuster hinweg ermöglicht. Probenmenge und -aufbereitung sollten weiterhin anhand der geltenden Norm und des Laborverfahrens überprüft werden.
Kann der KP-HF50 den kompletten Test automatisch durchführen?
Mit der optionalen PC-Software unterstützt das System: Automatische Frequenzumschaltung, adaptive Ausgangsspannungsanpassung in Abhängigkeit vom gemessenen Strom, Erfassung von Effektivspannung und -strom vom Oszilloskop sowie automatische Impedanz- und Kapazitätsberechnung. Außerdem erstellt es Testberichte. Die Automatisierung ist jedoch von der vollständigen Testkonfiguration abhängig. Oszilloskopmodell, Kommunikationsschnittstelle und Messaufbau müssen vor Angebotserstellung bestätigt werden.
Macht der KP-HF50 ein Oszilloskop oder ein externes Messgerät überflüssig?
Nicht unbedingt. Das KP-HF50 bietet zwar das HF-Testsignal und die Strommessfunktionen, die genannte Prüfmethode erfordert jedoch weiterhin zuverlässige Effektivwertdaten für Spannung und Strom. Für die automatische Datenerfassung kann die optionale Software mit einem kompatiblen Oszilloskop kommunizieren. Bei bestehenden Laboraufbauten sollten daher Oszilloskopmodell und Messfunktionen vor der endgültigen Konfigurationsauswahl geprüft werden.

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