
Schritt 1: Überprüfen Sie die Testbedingungen gemäß IEC 60695-11-5.
Vor der Justierung des Geräts ist zu prüfen, ob die Produktnorm IEC 60695-11-5 entspricht und die Prüfbedingungen klar definiert sind. Der Bediener muss die Einwirkzeit der Flamme, die Probenposition, den Einwirkwinkel, die Akzeptanzkriterien und die Notwendigkeit von Papiertüchern oder anderem Indikatormaterial kennen.
Ein kurzes Vorprüfprotokoll sollte die Normversion, die Probenbeschreibung, die Prüfdauer, den Namen des Prüfers und das Datum der Überprüfung enthalten. Die offizielle IEC-Normseite für IEC 60695-11-5: 2016 beschreibt die Nadelflammenprüfmethode zur Simulation kleiner Flammeneffekte, die durch Fehlerzustände verursacht werden.
Schritt 2: Nadelbrenner vor der Zündung prüfen
Der Nadelbrenner muss sauber, korrekt installiert und frei von Verstopfungen sein. Rückstände an der Brennerspitze können die Flammenform verändern, insbesondere nach wiederholten Tests an Kunststoffen, Klemmen, Schaltern, Gehäusen oder Isoliermaterialien.
Vor dem Zünden prüfen Sie, ob der Brenner fest sitzt, die Gasverbindung dicht ist, das Regelventil leichtgängig ist und der Brenner ohne Spiel in die gewünschte Testposition zurückkehrt. Falls die Flamme während der Einrichtung instabil wird, überprüfen Sie die Brennerdüse, bevor Sie andere Parameter ändern.
Schritt 3: Flammenhöhe nach Stabilisierung anpassen
Die Flammenhöhe sollte erst nach Stabilisierung der Flamme eingestellt werden. Wird die Flamme unmittelbar nach der Zündung justiert, kann sich die endgültige Einstellung mit der Zeit verändern, da sich Gasfluss und Verbrennungsbedingungen erst stabilisieren. Dies kann zu unterschiedlicher Wärmeeinwirkung auf die Proben innerhalb derselben Testreihe führen.
Bei der Kalibrierung des Nadelflammenprüfgeräts sind die Gasart, die Flammenhöheneinstellung, die Einstellzeit und alle vor der Prüfung vorgenommenen Korrekturen zu dokumentieren. Diese Aufzeichnungen sind hilfreich bei der Überprüfung von Grenzwerten oder beim Vergleich von Berichten verschiedener Anwender.
Schritt 4: Flammenleistung mit einem Kupferblock überprüfen

Die visuelle Beurteilung der Flammenhöhe allein beweist nicht immer die korrekte Flammenenergie. Gegebenenfalls sollte die Flammenleistung mithilfe der spezifizierten Kupferblock- und Thermoelementmethode überprüft werden. Dies trägt dazu bei, sicherzustellen, dass die Flamme die erwartete Heizwirkung erzielt, bevor die Proben geprüft werden.
Der Kupferblock muss sauber und korrekt positioniert sein. Das Thermoelement muss guten Kontakt haben und darf keine sichtbaren Beschädigungen aufweisen. Liegt die Temperaturanstiegszeit außerhalb des erwarteten Bereichs, überprüfen Sie vor dem Fortfahren die Gaszufuhr, die Sauberkeit und Ausrichtung des Brenners sowie den Zustand des Thermoelements. KINGPO bietet entsprechende Informationen. Ausrüstung zur Verbrennungsprüfung von Kupferblöcken für Flammenprüfungsarbeiten.
Schritt 5: Flammenaufsatzpunkt und -winkel prüfen.

Die Flamme muss das Prüfobjekt an der richtigen Stelle und im richtigen Winkel berühren. Ist der Brenner zu nah, zu weit entfernt oder nicht auf den Zielbereich ausgerichtet, entspricht das Ergebnis möglicherweise nicht mehr den beabsichtigten Prüfbedingungen. Dies ist besonders wichtig für kleine Bauteile, dünne Isolierteile, Klemmen und Steckergehäuse.
Vor der eigentlichen Prüfung ist ein Trockenlauf ohne Zündung sinnvoll. Bringen Sie den Brenner in die Prüfposition und vergewissern Sie sich, dass Flammenaufbringungspunkt, Probenhalterung, Indikatormaterial und Sichtfeld korrekt eingestellt sind. Die Probe muss während des Flammenkontakts und nach dem Entfernen des Brenners stabil bleiben.
Schritt 6: Zeitmessung und Beobachtungsverfahren überprüfen
Die Nadelflammprüfung reagiert empfindlich auf Zeitverzögerungen. Die Zeit für die Flammenzufuhr, die Nachflammenzeit und die Nachglühzeit müssen präzise erfasst werden. Bereits wenige Sekunden Zeitabweichung können die Beurteilung von Werkstoffen nahe der Annahmegrenze verfälschen.
Vor dem Test sollte der Zeitablauf mit dem Bediener durchgegangen werden. Dabei ist zu bestätigen, wann die Zeitmessung startet, wann die Flamme entfernt wird und wie Nachglühen und Nachbrand erfasst werden. Unterschiedliche Bedienungsgewohnheiten erschweren den Vergleich der Testergebnisse.
Schritt 7. Testumgebung steuern
Die Kammer muss sauber und frei von losen Partikeln, Rauchrückständen und Materialresten aus vorherigen Versuchen sein. Starke Luftbewegungen sind zu vermeiden, da die kleine Flamme leicht gestört werden kann. Gleichzeitig muss der Bereich für Verbrennungsversuche sicher und für die Beobachtung der Probe nach dem Entfernen der Flamme geeignet sein.
Führt das Labor mehrere Brandgefahrenprüfungen durch, ist es sinnvoll, separate Checklisten für die einzelnen Prüfaufbauten – Nadelflammen-, Glühdraht-, Horizontal- und Vertikalbrennprüfungen sowie Hochenergieflammenprüfungen – zu führen. KINGPO's Flammenprüfgerät Diese Kategorie umfasst verwandte Systeme für IEC- und Materialentflammbarkeitsprüfungen.
Häufige Kalibrierungsprobleme und -prüfungen
| Aufgabenstellung: | Wahrscheinliche Ursache | Was zu überprüfen |
|---|---|---|
| Die Flammenhöhe ändert sich während der Einrichtung | Gasdurchflussschwankungen oder instabile Einstellung | Gaszufuhr, Ventileinstellung und Brennerreinigung prüfen |
| Die Flammenform ist unregelmäßig. | Verschmutzte oder beschädigte Brennerdüse | Reinigen und überprüfen Sie den Nadelbrenner vor dem erneuten Test. |
| Überprüfung des Kupferblocks schlägt fehl | Falsche Positionierung oder Problem mit dem Thermoelement | Prüfen Sie den Kontakt des Kupferblocks, den Zustand des Thermoelements und die Ausrichtung des Brenners. |
| Die Proben zeigen ein uneinheitliches Verbrennungsverhalten. | Falscher Applikationspunkt oder instabile Probenhalterung | Überprüfen Sie erneut die Position der Vorrichtung, den Brennerwinkel und die Stabilität der Probe. |
| Die Berichte der verschiedenen Betreiber variieren. | Unterschiedliche Zeit- und Beobachtungsgewohnheiten | Verwenden Sie eine feste Checkliste und definieren Sie Aufzeichnungspunkte vor dem Testen. |
Zu berücksichtigende verwandte Testmethoden
Die Nadelflammprüfung wird je nach Material, Endprodukt und anwendbarer Norm häufig zusammen mit anderen Brandgefahrenprüfungen eingesetzt. Zur Simulation überhitzter Bauteile können Labore eine Nadelflammprüfung verwenden. GlühdrahtprüferZur Klassifizierung von brennenden Materialien Horizontale vertikale Flammentestkammer kann erforderlich sein. Bei Flammen mit höherer Energie ist ein IEC 60695-11-3 500W Flammenprüfgerät kann gemäß der entsprechenden Prüfmethode verwendet werden.
Checkliste für die Kalibrierung vor dem Test
- Anwendbare Normen und Testbedingungen bestätigt
- Nadelbrenner geprüft und gereinigt
- Gasquelle auf Stabilität geprüft
- Flammenhöhe nach Stabilisierung angepasst
- Die Überprüfung der Kupferblöcke wurde bei Bedarf durchgeführt.
- Die Probenhalterung ist in der richtigen Position fixiert.
- Flammenaufbringungspunkt und -winkel bestätigt
- Zeitschaltuhr und Beobachtungsverfahren geprüft
- Testkammer gereinigt und bereit
- Kalibrierungsprotokoll vor der Prüfung erstellt
Fazit
Die Kalibrierung des Nadelflammenprüfgeräts trägt dazu bei, dass die Prüfergebnisse nach IEC 60695-11-5 reproduzierbarer und leichter auszuwerten sind. Die wichtigsten Prüfungen umfassen den Zustand des Brenners, die Flammenhöhe, die Gasstabilität, die Überprüfung des Kupferblocks, die Probenposition, den Prüfwinkel, die Prüfzeit und den Kammerzustand. Die Dokumentation dieser Prüfungen vor jeder Prüfreihe bietet dem Labor zudem eine klarere Grundlage für die Auswertung ungewöhnlicher oder grenzwertiger Ergebnisse.




